Anwenderunabhängige Schweißnahtprüfung, fachlicher Austausch – und Verstärkung aus den eigenen Reihen

Bei unserer 183. Sitzung des DGZfP-Arbeitskreises Zwickau–Chemnitz in Crimmitschau drehte sich alles um die Sichtprüfung von Schweißnähten – mit einem spannenden Impulsvortrag, vielen praktischen Einblicken und einem ganz besonderen Auftakt.

Herzlichen Glückwunsch an Philipp Klemm!
Zu Beginn der Sitzung wurde unser Kollege Philipp Klemm vom geschäftsführenden DGZfP-Vorstand Dr. Thomas Wenzel offiziell zum stellvertretenden Arbeitskreisleiter ernannt. Gemeinsam mit Matthias Bartel und Dr. Ralf Natzke wird er die Arbeitskreisarbeit künftig mitgestalten.
Wir freuen uns, dass wir mit Philipp engagierten Nachwuchs aus den eigenen Reihen einbringen können – ein starkes Zeichen für gelebte Netzwerkarbeit.

3D-Scanner als Werkzeug der Zukunft?
Im fachlichen Teil stellte Martin Zywicki (Carl Zeiss GOM Metrology) ein innovatives Verfahren zur anwenderunabhängigen Schweißnahtprüfung nach DIN EN ISO 17637 vor – auf Basis von 3D-Scannern und intelligenter Auswertungssoftware.

Die klassische Sichtprüfung (VT) erfordert nicht nur umfassendes Fachwissen und teure Schulungen, sondern ist stark vom Prüfenden abhängig. Zudem sind viele Schweißnähte mit mechanischen Messmitteln meist nur schwer zugänglich und die Dokumentation erfolgt manuell.

Die vorgestellte digitale Lösung bietet neue Möglichkeiten – alles in einem System:
📌 Digitale Erfassung des Bauteils mittels 3D-Scan als digitaler Zwilling
📌 Auswertung der vollständigen VT-Prüfung nach unterschiedlichen Normvorgaben, z.B. nach DIN EN ISO 2553 (Nahtlage & -form) oder DIN EN ISO 5817 (Bewertung der Schweißqualität)
📌 Lückenlose digitale Dokumentation

Stimmen aus dem Teilnehmerkreis:
✔️ Hohe Wiederholgenauigkeit der Prüfungen
✔️ Einfache Handhabung mit wenig Einrichtaufwand
✔️ Ideal für Prüfungen mit vielen gleichartigen Aufgaben
✔️ größter Vorteil: Wiederholbarkeit und Nachvollziehbarkeit aller Prüfschritte

Live vor Ort konnten Scanner und Software in Aktion erlebt werden. Gleichzeitig gab es kritische Fragen zur Akzeptanz durch Prüfstellen sowie zur Praxistauglichkeit unter Baustellenbedingungen – alles wichtige Aspekte, die in der Diskussion offen angesprochen wurden.

Fazit: Ein spannender Austausch zwischen Theorie, Technik und Praxis – und ein wertvoller Impuls für die Weiterentwicklung zerstörungsfreier Prüfmethoden.

Vielen Dank an alle Teilnehmenden – und nochmals Glückwunsch an Philipp Klemm zur neuen Rolle im Arbeitskreis!

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