Wenn Qualität sichtbar wird | Durchstrahlungsprüfung (RT)

Wie lässt sich ins Innere einer Schweißnaht schauen?

Die Durchstrahlungsprüfung (Radiographie Testing, RT) nutzt Röntgen- oder Gammastrahlung, um das Innere metallischer Bauteile sichtbar zu machen. Die Strahlung durchdringt das Material und wird je nach Wanddicke und Materialdichte unterschiedlich abgeschwächt. Im Ergebnis entsteht so ein Bild der inneren Struktur.

 

Analog oder digital – was ist der Unterschied?

Bei der analogen Durchstrahlung wird ein klassischer Röntgenfilm verwendet, der nach der Belichtung entwickelt wird.
Die digitale Radiographie nutzt dagegen Speicherfolien, wodurch Bilder direkt digital verfügbar sind. Das erleichtert Auswertung, Dokumentation und Archivierung.

 

Typische RT-Einsatzfelder

  • Schweißnahtprüfung an Rohrleitungen, Behältern oder Stahlkonstruktionen
  • Nachweis von Volumenfehlern wie Poren, Schlackeneinschlüssen oder Bindefehlern
  • Qualitätsnachweise in sicherheitsrelevanten Bauteilen

 

Vorteile und Grenzen

Ein großer Vorteil der Durchstrahlungsprüfung ist die bildhafte Darstellung innerer Fehler – Ergebnisse sind nachvollziehbar und gut dokumentierbar.
Gleichzeitig erfordert das Verfahren Strahlenschutzmaßnahmen, geeignete Zugänglichkeit zum Bauteil sowie vergleichsweise höheren organisatorischen Aufwand.

 

Fazit

RT liefert zuverlässige Einblicke ins Bauteilinnere und ist besonders stark beim Nachweis von Volumenfehlern. Damit bleibt die Durchstrahlungsprüfung ein wichtiges Verfahren in der Qualitätssicherung von Schweißverbindungen.

 

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